Ab nach Frankfurt! Unser kulturelles Wochenende am Main, 01.11.-02.11.2025
Unsere spätherbstliche Kurz-Exkursion führte uns in diesem Jahr nach Frankfurt am Main. Anlass war der berufliche Wechsel von Dr. Doreen Mölders, der ehemaligen Museumsleiterin des archäologischen Museums in Herne, nach Frankfurt – eine willkommene Gelegenheit, ihr neues Wirkungsfeld gemeinsam kennenzulernen.
Am Samstagmorgen trafen sich die 19 Teilnehmenden am LWL-Museum in Herne. Pünktlich um 8:30 Uhr starteten wir Richtung Frankfurt und erreichten gegen Mittag unser Hotel, das Le Méridien am Wiesenhüttenplatz. Durch die zentrale Lage hatten wir einen idealen Ausgangspunkt für unsere Museumsbesuche – sämtliche Ziele waren gut erreichbar, die meisten sogar per pedes.






Das Archäologische Museum Frankfurt ist im spätgotischen Kirchenbau des mittelalterlichen Karmeliterklosters untergebracht. Fotos: Silke Vierkötter
Am frühen Nachmittag begann unser kulturelles Programm, natürlich zuerst im Archäologischen Museum Frankfurt. Dort wurden wir um 14:00 Uhr von Dr. Wolfgang David, dem Direktor des Museums, begrüßt. Er führte uns mit viel Fachwissen und ansteckender Begeisterung durch die Ausstellung und gab spannende Einblicke in die archäologischen Schätze des Hauses. Der rund eineinhalbstündige Rundgang war sowohl informativ als auch beeindruckend und bildete einen gelungenen Auftakt unseres Nachmittags.
Im Anschluss spazierten wir zum nahe gelegenen Historischen Museum Frankfurt. Dort wurden wir zunächst zu einem Kaffeeempfang mit Dr. Doreen Mölders begrüßt, bei dem selbstverständlich auch ein Stück Frankfurter Kranz nicht fehlen durfte. In entsprechend entspannter Runde gab uns Doreen eine Einführung in die Geschichte, Architektur und konzeptionelle Ausrichtung des Museums und erzählte zugleich von ihren neuen Aufgaben. Es war ein schöner persönlicher Einstieg und zugleich informativer Auftakt für die anschließende Führung, die Doreen und Prof. Dr. Nina Gorgus, Leiterin der Abteilung Sammlung und Forschung des Hauses, für uns vorbereitet hatten.






Das Historische Museum Frankfurt: Vom Keller bis zum Dach viel zu entdecken! Fotos: Silke Vierkötter
Wir starteten im wahrsten Sinne tief unten, nämlich im Untergeschoss bei Mauerresten aus der Stauferzeit und arbeiteten uns bis in die Gegenwart vor. Im Verlauf der Führung begegneten uns viele Highlights aus der Geschichte Frankfurts, von der Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation über hunderte von Gemälden, Möbeln, Büchern, Karten, Fotos, Stadtmodellen, einem echten Oldtimer der Marke Adler, künstlerischen Installationen bis hin zu verschiedenen Perspektiven auf die „Weltstadt“, „Bürgerstadt“ und „Geldstadt“ Frankfurt. Und das ist lange nicht alles. Es gibt auf mehreren Stockwerken in mehreren Gebäuden unzählige faszinierende Exponate und Geschichten zu erkunden. Dieses Museum macht süchtig – kaum ist man draußen, will man schon wieder rein, um das nächste Detail zu entdecken.
Am Abend zog es uns dann ins traditionsreiche Apfelweinlokal Fichtekränzi in Sachsenhausen, eines der ältesten der Stadt. Bei gutem Essen und frisch eingeschenktem Apfelwein saßen wir in gemütlicher Runde zusammen – neben den Mitgliedern unseres Fördervereins auch Doreen Mölders und einige Mitglieder des Fördervereins des Historischen Museums. Schnell entwickelte sich angeregtes Gespräch, es wurde gelacht, Erfahrungen geteilt und neue Kontakte geknüpft – ein rundum gelungener, geselliger Ausklang des Tages.




Ein gemütlicher Abend in geselliger Runde mit lokaltypischer Verpflegung in Mainhattan. Fotos: Silke Vierkötter
Der Sonntagvormittag war dann bewusst frei gestaltet, sodass wir nach ganz eigenem Geschmack Frankfurt und seine vielfältige Museumslandschaft weiter erkunden konnten. Viele nutzten den Vormittag für einen Besuch im Senckenberg Naturmuseum. Mit seinen beeindruckenden naturkundlichen Sammlungen und berühmten Dinosaurierskeletten ist „das Senckenberg“ ein weiteres Frankfurter Museumshighlight für Alt und Jung. Andere entschieden sich für die Schirn Kunsthalle, deren wechselnde Ausstellungen moderne und zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau präsentieren und kamen begeistert zurück. Einige verbrachten den Vormittag im Caricatura Museum: Mit Karikaturen, Bildgeschichten, Cartoons und Comics zeigt dieses einzige Museum für Komische Kunst in Europa die Vielfalt des Genres. Hier wurde viel geschmunzelt! So bot das Wochenende eine breite Auswahl für die unterschiedlichsten Interessen, und die Rückfahrt war geprägt von den Erzählungen der verschiedenen Erlebnisse.




Das Senckenberg, wo Dinosaurier (fast) wieder lebendig werden. Fotos: Silke Vierkötter
Warum sich Mitfahren lohnt
Diese Exkursion zeigte einmal mehr, was unsere Fahrten ausmacht:
- exklusive Führungen
- persönliche Begegnungen mit Museumsfachleuten
- kulturelle Vielfalt
- entspannte Organisation
- und vor allem: Spaß in der Gemeinschaft!
Gegen 15:00 Uhr traten wir die Rückreise nach Herne an – mit vielen Eindrücken, neuen Kontakten und schon der Vorfreude auf die nächste Fahrt.
Ein Bericht von Silke Vierkötter
